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 Björn Schöneberger, klaus leber architekten bda
© Björn Schöneberger, klaus leber architekten bda
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7 Alleehäuser

Sieben Alleehäuser einer privaten Bauherrengemeinschaft bilden mit drei weiteren Reihenhausgruppen ein Wohnquartier, das sich um eine gemeinsame Mitte gruppiert ­— den »Platz unter Bäumen«. Dieser bietet Freiraum für gemeinsame Aktivitäten, Treffen und Spielmöglichkeiten für Kinder.

Die Platz- und Wegeräume im Quartier werden durch die Baukörper mit Ihren Nebengebäuden, Mauern und Hecken räumlich gefasst. Die Wohn- und Gartenhöfe sind nicht einsehbare, den Hauseinheiten zugeordnete, private Außenräume im halböffentlichen Innenraum des Quartiers. Das Parken findet seinen Platz entlang der Wohnstraße zwischen Heckenkörpern und in der Quartiersmitte mit Carports und Stellplätzen.

Die dreigeschossigen Stadthäuser sind Ost-West-orientiert und werden von der Wohnstraße erschlossen. Die Gesamtkonzeption der Alleehäuser und der dazugehörigen Freiflächen zeichnet sich durch eine klare räumliche Zonierung und die eindeutige Zuordnung der Außenbereiche zu den einzelnen Häusern von öffentlich zu privat aus. Außen- und Innenraum greifen ineinander und erfahren so ihre jeweilige räumliche Erweiterung.

Die 4,86 m breiten und 17 m tiefen Häuser haben den Charakter einer vertikalen Stadtwohnung. Die gegenläufige Treppe im Zentrum des Gebäudes gliedert auf selbstverständliche Art und Weise die einzelnen Wohnbereiche, die sich nach Westen bzw. Osten nach außen hin orientieren. Neben dem vertikalen Element der Treppe erhalten Erd- und Obergeschoss eine Verbindung über den Luftraum im Wohnzimmer zur Galerie im Obergeschoss.

 © Björn Schöneberger, klaus leber architekten bda
© Björn Schöneberger, klaus leber architekten bda

Eine seitliche, raumbegleitende Möblierungszone für Einbauschränke über die volle Länge des Gebäudes in allen Geschossen hält die eigentlichen Raumflächen frei für die individuelle Nutzung. Die hellen, lichtdurchfluteten Räume erweitern sich durch großzügige Verglasungen − teilweise zweigeschossig − über die blickgeschützten Terrassen in die gefassten Grünhöfe. Die Kinderzimmer im Obergeschoss haben vorgelagerte Loggien und somit ihren eigenen Bereich im Freien. Nach Westen orientiert, bietet die Dachterrasse einen sonnigen Außenraum und blickgeschützten Rückzugsbereich.

Durch eine Vielzahl an Ausbauvarianten lassen sich die Allee­häuser an die individuellen Bedürfnisse ihrer Bewohner­Innen anpassen: Teil- oder Vollunterkellerung, zusätzliches Kinderzimmer statt Luftraum, Dachterrasse mit kleinem oder großem Studio. Durch ein vielfältiges Baukastensystem kann die Wohnfläche zwischen ca. 155 m² und ca. 170 m² variiert werden. Die optimale Nutzung begrenzter Fläche durch anpas­sungs­­fähige und funktionale Grundrisse und der Erhalt von Privat­sphäre auf verdichtetem Raum, werden von klaus leber ­architekten bda als maßgebende Aspekte für eine hohe Qualität im Wohnungsbau bewertet. Dies erreichen sie durch die differenzierten Abstufungen zwischen öffentlichem und privatem Raum, die Beziehung zwischen Innen- und Außenraum, sowie durch klare Grundriss-Strukturen.

Baujahr
2014
Bauherr
­private Bauherrengemeinschaft
Fläche
155-170 m²
Standort
Richard-Breitenfeld-Straße 1-13
60438 Frankfurt
Deutschland
Beteiligte
Ingenieurbüro Peter ­Ilgmeier, Dreieich, Ingenieurbüro Joachim Schley, Hemsbach

klaus leber

klaus leber
Schottener Weg 8
64289 Darmstadt
Deutschland

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